Wellplatten oder Doppelstegplatten? Der große Vergleich für Ihr Dach-Projekt

Sie planen eine neue Überdachung für Ihre Terrasse, den Carport oder einen Geräteschuppen und stehen vor der Frage: Soll ich Wellplatten oder Doppelstegplatten verwenden? Beide Varianten aus Acrylglas oder Polycarbonat haben ihre ganz spezifischen Vorteile. In diesem Ratgeber von Dachwerk24 zeigen wir Ihnen die wichtigsten Unterschiede, damit Sie die richtige Wahl für Ihr Projekt treffen.

Was sind Wellplatten (Profilplatten)?

Wellplatten, oft auch Lichtplatten oder Profilplatten genannt, bestehen aus einer einzelnen Materialschicht, die in eine bestimmte Form gepresst wird – meistens als Sinus-Profil (die klassische Welle, z. B. 76/18) oder als Trapez-Profil.

Die größten Vorteile:

  • Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis: Gerade im Bereich von 0,8 mm bis 1,5 mm Materialstärke sind Wellplatten eine sehr wirtschaftliche Lösung.
  • Einfache Montage: Durch die Überlappung der Platten benötigt man keine aufwendigen Alu-Verbindungsprofile.
  • Hohe Selbstreinigung: Dank der glatten Struktur und ohne Hohlkammern wäscht der Regen Schmutz sehr leicht ab.
  • Design-Vielfalt: In Premium-Ausführungen gibt es sie in tollen Optiken wie Wabenstruktur oder C-Struktur, die das Licht angenehm streuen und optisch einiges hermachen.

Einsatzgebiete: Carports, Schuppen, Holzunterstände, Pergolen und freistehende Überdachungen.

Was sind Doppelstegplatten (Hohlkammerplatten)?

Doppelstegplatten bestehen aus mindestens zwei Kunststoffschichten, die durch vertikale Stege miteinander verbunden sind. Dadurch entstehen Hohlkammern im Inneren der Platte (meistens in der Standardstärke 16 mm).

Die größten Vorteile:

  • Hohe Tragfähigkeit & Steifigkeit: Durch die Kammerstruktur sind sie enorm biegesteif.
  • Isolierende Wirkung: Die Lufteinschlüsse in den Hohlkammern mindern Schwitzwasserbildung (Kondensat) an der Unterseite.
  • Elegante Optik: Die flache Oberfläche in Kombination mit den filigranen Stegen wirkt besonders bei angebauten Terrassendächern sehr modern und hochwertig.
  • Hitzeschutz: Oft als spezielle Varianten erhältlich (z. B. in Opal-Weiß), um die Hitzeentwicklung unter dem Dach zu reduzieren.

Einsatzgebiete: Hochwertige Terrassenüberdachungen (direkt am Haus), Wintergärten, Vordächer.

Der direkte Vergleich: Welches Material für welchen Zweck?

1. Schwitzwasser & Kondensat
Wenn Ihre Überdachung direkt an das Haus anschließt (Terrassendach) oder Sie Gartenmöbel und Polster darunter lagern, sind Doppelstegplatten im Vorteil. Die isolierenden Luftkammern reduzieren Tropfwasser bei Temperaturstürzen erheblich. Unter Wellplatten kann sich schneller Kondenswasser bilden.

2. Montageaufwand
Wellplatten punkten bei der reinen Montagezeit. Sie werden einfach überlappend verlegt und mit Spenglerschrauben und Abstandhaltern auf der Unterkonstruktion befestigt. Doppelstegplatten erfordern ein professionelles Profilsystem (Alu/Gummi oder Alu/Alu) auf den Längssparren, was etwas mehr Vorbereitung und Genauigkeit erfordert.

3. Hagelschutz und Robustheit
Beide Systeme können extrem hagelfest sein – es kommt auf das Material an! Wer absolute Hagelsicherheit sucht, greift zu Polycarbonat. Eine Polycarbonat-Wellplatte (z. B. Sinus 76/18 in 2,6 mm Stärke) ist nahezu unzerbrechlich und bis zu einer Hagelkorngröße von 40 mm garantiert hagelfest.

Unsere Empfehlungen

Zurück zum Ratgeber